Miirtek – ‚Terminal A‘ EP VÖ 29.05.2020

Foto: Ben Wolf


„Ich errichte einen Plattenbau aus Platin / Und präge darauf meine Memoiren“

Wie es mit ziemlich großer Höchstwahrscheinlichkeit klingen würden, wenn Falco heute noch am Leben wäre? Mit Songs wie „Yoga“, „Pfau“, „Glitzer“ oder auch „Teleskii“, einem großen Grinsen und noch größerem Augenzwinkern liefert uns Miirtek die ultimative Antwort. Und es braucht tatsächlich nur einige Sekunden für jedes seiner von einer in höchstem Maße bizarren, schrägen und skurrilen Kreativität zeugenden Videos, und wir wollen ihm nur zu gerne glauben.

„Ich war nie Fan von irgendwem oder irgendwas, aber Falco war für mich immer schon der Shit und ich habe nie verstanden, wieso in der heutigen Zeit keiner so `ne Mucke macht.“


Der 27-jährige in Berlin unter dem bürgerlichen Namen David Starosciak lebende selbsternannte Gymnastik-Enthusiast ist nicht nur in Bezug auf seine zahlreichen Outfits vielseitig und wandelbar. Ob in goldener Yoga-Montur oder schrillem Retro-Skianzug – ein unverwechselbarer und geschmackssicherer Stil gehört zu den absoluten Alleinstellungsmerkmalen der Kunstfigur Miirtek.

Miirteks eigens kreierter und maßgebend auch durch seinen Produzenten Marti Fischer geprägter Sound – einem Mix aus für die 80er Jahre typischen Synthies und modernen Beats begleitet vom ebenfalls für die Zeit charakteristischen Sprechgesang ist eine Hommage an die Dekade der Gameboys, Vokuhila und Denver Clan. In Miirteks Texten findet man nicht selten eine Doppeldeutigkeit, die sich dem erprobten Party-Volk natürlich auf Anhieb erschließt und Miirteks Philosophie untermauert, sich und das Leben nicht allzu ernst zu nehmen. Das gilt auch für seine Musik: „Musik soll Spaß machen – mir und den Leuten, die sie hören. Ich will, dass Eltern und deren Kids meine Musik gleichermaßen abfeiern – die Generationen beim Party-Machen zu vereinen, ist mein erklärtes Ziel.“