Ku’Damm 56 – Das Musical

Vorab Pressetext (Auszug)

Peter Plate und Ulf-Leo Sommer schreiben seit beinahe 30 Jahren eine Erfolgsgeschichte sondergleichen. Wer kennt sie nicht, all die vielen lied- und liebgewordenen Mosaiksteine aus ihrer gemeinsamen Feder, die von Rosenstolz, Sarah Connor, Max Raabe, Annett Louisan, Helene Fischer,2raumwohnung und den Bibi und Tina-Soundtracks zu einem farbenprächtigen Gesamtbild geformt worden sind? Aber wie das so ist mit Erfolgsmeldungen: Am Ende des Tages stehen sie vor allem fürs Trommeln mit den Fäusten auf die Brust. Das wahre Gold des Komponisten- und Songdichter-Gespanns Plateund Sommer lässt sich nicht in erhaltenen Platin-Awards oder gewonnenen Kritiker- und Publikumspreisen bemessen. Was die Beiden seit drei Jahrzehnten in schöner Regelmäßigkeit schaffen, sind wahre Kunststücke. Ihr Pop ist immer eingängig, musik- und menschenverliebt. Aber auch sexy, weil er das Politische nicht leugnet. Und frech im charmanten Sinne ist er sowieso. Beste Voraussetzungen also für die Mitgestaltung eines neuen Stücks Musiktheater, in dem es umRevolution, Emanzipation, um die freie, die erste und die späte Liebe geht: KU’DAMM 56!

Die Autorin und mehrfache Grimme-Preisträgerin Annette Hess („Weissensee“, „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“) schrieb die Drehbücher für die UFA/ZDF-Gemeinschaftsproduktion des TV-Dreiteilers „Ku’damm 56“, der 2016 mit großem Erfolg im ZDF ausgestrahlt wurde. Der Film erzählt die Geschichte von der konservativen Mutter Caterina Schöllack und ihrer drei jungen Töchter in den 1950er-Jahren. Die familieneigene Tanzschule Galant am Berliner Kurfürstendamm 56 wird darin zum Schauplatz des Konflikts zwischen rückwärtsgewandten, biederen Moralvorstellungen, dem Festhalten an Werten und der Selbstbestimmung ihrer jüngsten Tochter Monika. Während die bösen Geister der NS-Zeit im gesamtdeutschen Leben noch nachhallen, entdecken die Schöllack-Töchter, vor allem die Hauptprotagonistin Monika, ihre Sexualität, den Rock’n’Roll und die anfänglich noch zaghaft betrachteten Möglichkeiten eines selbstermächtigten Lebensentwurfs.

„Ulf und ich waren beide, unabhängig voneinander, sehr begeistert von dem TV-Dreiteiler“, erinnert sich Peter Plate. „Großartige Geschichte, tolles Drehbuch, beeindruckende Erzählung! Als Annette Hess uns fragte, ob wir Interesse am gemeinsamen Schreiben und Erdenken einer Musical-Version des Familien- und Gesellschaftsdramas hätten, waren wir sofort dabei. Es ist aufregend und spannend, den Frauen, die Berlin in den Nachkriegsjahren wieder mit aufgebaut haben, ein Denkmal zu setzen. Gleichzeitig stellenwir aber auch die Geschichte der aufbegehrenden Jugend dieser Zeit wild, frei und humorvoll dar – sowohl inhaltlich wie auch musikalisch.“  Annette Hess zeigt sich glücklich darüber,dass die BMG und die UFA mit Peter Plate und Ulf-Leo Sommer zwei der besten Songschreiber zur Umsetzung ihrer Musical-Idee gewinnen konnten, wie sie sagt: „Schon währendder Entwicklung des Drehbuchs des Mehrteilers für das ZDF war mir klar, dass ‚Ku‘damm 56‘ der ideale Stoff für ein Musical ist. Toll, dass Peter und Ulf dabei sind, denn schon jetzt zeichnet sich in der gemeinsamen Arbeit ab, welche neue, tief bewegende Dimension Monikas Geschichte und das Schicksal der Schöllack-Frauen durch die Musik der beiden erreichen wird.“